NGOs hoffen auf mehr Kriegsverbrecher-Prozesse

von redaktion

In Bellinzona steht der erste internationale Kriegsverbrecherprozess vor einem nichtmilitärischen Schweizer Gericht an. Gemäss der Organisation TRIAL International sind Fälle von „universeller Zuständigkeit“ bei Kriegsverbrechen weltweit auf dem Vormarsch. Die Schweiz müsse aber noch aktiver werden, fordern die Menschenrechtsanwälte. Der Fall des ehemaligen liberianischen Rebellenführers Alieu Kosiah sollte eigentlich im April vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona verhandelt werden. Doch die Coronavirus-Krise hat das verhindert. Valérie Paulet von der Nichtregierungsorganisation TRIAL International mit Sitz in Genf erwartet, dass der Prozess dennoch im Laufe dieses Jahres stattfinden wird. Sie hofft, dass er der Abteilung für internationale Verbrechen bei der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) neues Leben einhauchen wird. „Ich hoffe, die Medien werden viel darüber berichten und die BA wird dazu motiviert, neue Nachforschungen anzustellen und neue Anklagen vorzubereiten“, sagt …

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