„Es braucht viel organisatorischen Aufwand“

von redaktion
Claudine Esseiva. Keystone / Rouzes

Dieser Inhalt wurde am 10. August 2020 – 09:46 publiziert

Die Schweizerin Claudine Esseiva (42) hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Managementerfahrung. Als Politikerin und Mutter eines 6-jährigen Sohnes bringt sie ihre verschiedenen Verpflichtungen unter einen Hut, dank guter Abstimmung mit ihrem Mann.

„Es war mir immer klar, dass ich weiterarbeiten wollte, denn zwei Dinge sind mir sehr wichtig: finanzielle Unabhängigkeit und die Tatsache, dass ein Paar aus zwei gleichberechtigten Menschen besteht, die tagtäglich ein gleiches Leben führen“, erklärt die gebürtige Freiburgerin, welche die Schweizer Tochtergesellschaft der Ingenico Gruppe und die macmac media AG mitbegründet hat. Seit 2011 ist sie als Beraterin bei der Public Relations Agentur furrerhugi in Bern tätig, wo sie als Partnerin fungiert.

„Wir müssen einen grossen organisatorischen Aufwand betreiben“, sagt Claudine Esseiva und fügt hinzu, dass sie und ihr Partner vor der Familiengründung viel darüber gesprochen haben. Aber in den meisten Fällen sprechen Paare nicht genug darüber und wählen den einfachen Ausweg: Die Frau, die sich um die Kinder kümmert, ist diejenige, die ihre Arbeitszeit auf 40-50 Prozent reduziert, während der Mann weiterhin Vollzeit arbeitet, beobachtet sie. „Dies ist nach wie vor das dominierende Modell in der Schweiz.

Claudine Esseiva ist auch politisch aktiv: Seit 2017 ist die freisinnige Politikerin Mitglied des Parlaments der Stadt Bern. Sie ist Gleichstellungs-Aktivistin und Präsidentin des Verbandes BPW Schweiz (Business and Professional Women).

Dies sei nicht immer eine leichte Aufgabe, räumt sie ein. „Mein Partner und ich kümmern uns immer zu gleichen Teilen um unseren Sohn.“ Das Ehepaar Esseiva wird auch von Grosseltern unterstützt.

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