Wenn sich Entwicklungshilfe mit Big Business einlässt

von redaktion

Die Schweizer Regierung will bei ihrer Hilfe in ärmeren Teilen der Welt vermehrt mit grossen Unternehmen zusammenarbeiten. Die Erfahrungen anderer Länder zeigen, dass sie dabei vorsichtig agieren sollte. „Die Kartoffel muss nach Afrika!“, sagte ein deutscher Staatssekretär 2013, als Deutschland ein Hilfsprojekt ankündigte. Dessen Ziel war, den Anbau europäischer Kartoffelsorten in Subsahara-Afrika zu fördern. Die so genannte „Kartoffel-Initiative Afrika“ führte zu Stirnrunzeln. Der Anbau europäischer Kartoffelsorten erfordere eine massive Düngung, argumentierten nichtstaatliche Hilfsorganisationen. Einmal an die Kartoffeln gewöhnt, würden diese Kleinproduzenten zu deren Anbau eine ständige Versorgung mit Saatgut und Dünger benötigen. Beobachter fragten sich, wer bei dem von europäischen Steuerzahlenden finanzierten Hilfsprojekt mehr zu gewinnen habe: die Empfänger, oder eher die Agrarunternehmen, die Ausbildung, Saatgut, Maschinen, Pestizide und Düngemittel bereitstellen? Vor…

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